Führungen

Das Ortsmuseum bietet Führungen durch die Dauerausstellungen Alte Küche, Apotheke, Schuhmacherwerkstatt (alle um 1900) an, die sich speziell auch für Kinder eignen. Selbstverständlich stehen den Besuchern auch das Zeitungsarchiv Grenzpost / ZSZ ab 1865 und andere Sammlungen offen. Der Vorstand freut sich auf zahlreiche interessierte Gäste!


Publikationen

Eine Liste der im Ortsmuseum erhältlichen Publikationen finden Sie hier. Die Publikationen können bestellt werden bei: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


 

Offene Türen und Apéro

 

Sonntag, 1. September 2019, 10.00 - 12.00 Uhr

Start der Fhrungen: 10.15 Uhr beim Museum

 

Liebe Mitglieder und GönnerInnen

Am 22. Mai 1838 stand der 19 jährige Gottfried Keller auf  dem Friedhof von Richterswil am Grab seiner im Alter von 19 Jahren an der Schwindsucht verstorbenen Jugendliebe Henriette Keller, welche trotz des gleichen Namens nicht  mit ihm verwandt war. Er verarbeitete das erschütternde Erlebnis, indem er ihr verschneites Grab vor der 1905 abgerissenen alten Kirche malte und das noch etwas unbeholfene, aber berührende  Gedicht „Das Grab am Zürichsee“ schrieb.

Henriette Keller stammte mütterlicherseits aus Richterswil und wuchs zeitweise im gleichen Haus wie Keller in Zürich auf. Sie wurde Schneiderin und lebte später bei ihrem Grossvater Heinrich Gattiker im  Eckhaus an der Dorf - / Dorfbachstrasse, worin sich heute ein Kleidergeschäft befindet. Hier besuchte Gottfried Keller sie oft.
 
Zusätzlich zu Bild und Gedicht erinnert  heute noch anderes an die besondere Verbindung Kellers mit Richterswil. So soll Henriette als Vorbild für Anna im „Grünen Heinrich“ gedient haben. Die Richterswiler brachten eine Abenteurergeschichte, welche sich in Wädenswil abspielte, als  „Das Abenteuer von Wädenschwyl“ auf die  Fastnachtsbühne und diese Anekdote habe Keller zur Novelle „ Kleider machen Leute“ angeregt, mit Richterswil als Vorbild für Seldwyla. Der Fastnachtsschwank erheiterte die Richterswiler und tüpfte die Wädenswiler. Schlussendlich geniesst man vom „Gottfried Keller – Känzeli“  die schönste Aussicht auf den Zürichsee. Das ist doch eine würdige Erinnerung  an den grossen Zürcher Dichter!
 
Das Museum bringt ihn den Gästen mit einer kleinen Ausstellung wieder etwas näher und auch die Dorfführungen besuchen die entsprechenden Orte oder weisen darauf hin. 
 
Mit herzlichen Grüssen
Anita J. Pfister